Mobilitätskonzept für den Münchner Büro- und Gewerbestandort THE SOURCE

Die Immobilie

In München-Obersendling wird das ehemalige Siemensgebäude aus dem Jahr 1962 umfassend saniert. Die Eigentümerin, das Schweizer Investment-unternehmen Empira, wird die 75 Meter hohe, 22-geschossige Immobilie zudem um zwei Anbauten erweitern. So soll ein Büro- und Gewerbestandort mit Gastronomie, Kita, Konferenzbereichen und Einzelhandelsflächen entstehen.

PG Baierbrunnerstr. 54 S.à r.l.

München

Bürogebäude

Erstellung Mobilitätskonzept

Q2/2022

Vorraussichtlich Q3/2025

Der Standort

Der Standort ist gut an die bestehende Infrastruktur angebunden. Doch das Mobilitätskonzept hilft dabei, allen Mobilitätsansprüchen der zukünftigen Nutzer:innen gerecht zu werden und den Zielen des Projektentwicklers nachzukommen. Basis dafür ist eine fundierte Standortanalyse. VEOMO nutzt dafür eine Vielzahl an Datenquellen sowie eigens entwickelte Software-Anwendungen.

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Das Mobilitätskonzept

Das von VEOMO erstellte Mobilitätskonzept folgt drei Hauptzielen:

1. den Reisebedürfnissen der Nutzer:innen durch neue Mobilitätsangebote vollumfänglich
zugutekommen,

2. dem Bedarf mit dem privaten PKW anzureisen mit attraktiven Alternativen langfristig
entgegenwirken,

3. mit Ausblick auf die Nachhaltigkeitsziele der Regierung den Bedarf an Stellplätzen
reduzieren, um die verbaute Bausubstanz und Flächenversiegelung zu minimieren.

Das Mobilitätskonzept – die Nutzergruppen

Kein Mobilitätskonzept ohne eine fundierte Standortanalyse. Mindestens genauso wichtig ist aber die Erstellung von aussagekräftigen Nutzerprofilen.

Wer werden die zukünftigen Nutzer:innen des THE SOURCE sein? 

Wie und wann reisen diese an und ab? Wie lässt sich die Nutzlast des Areals durch Mobilitätslösungen optimal verteilen? Die Projektentwickler:innen stellten VEOMO Informationen zu den geplanten Gebäudeabschnitten zur Verfügung. Daraus ergaben sich für die Mobilitätsberater:innen von VEOMO wichtige Anhaltspunkte, wie die ca. 1.800 Besucher:innen pro Tag das Objekt nutzen werden. Auf Basis dieser Informationen erstellten sie Profile für die Nutzer:innen der Gastronomie, des Einzelhandel, der Kita und der Büros.

Die Hauptnutzergruppe

Die Büronutzer:innen des Office-Campus THE SOURCE werden zukünftig voraussichtlich 85 Prozent der Gesamtnutzer:innen ausmachen. Sie werden von 08:00 bis 18:00 Uhr vor Ort sein und neben den Büroräumen auch die Außenanlagen nutzen. Da die anliegenden Kitas vor allem für Kinder von Beschäftigten des Bürogebäudes genutzt werden, lassen sich für diese dieselben An- und Abfahrtszeiten feststellen. 

VEOMO geht davon aus, dass die Büromitarbeitenden aus dem mittleren und nahen Umfeld anreisen. Deshalb muss einerseits die Anreise auf kurzen Wegen mittels ÖPNV und neuer Verkehrsdienstleister bedacht werden. Andererseits gilt es, im Mobilitätskonzept eigene Carsharing-Angebote und die Nutzung von Pkw für weite Wege im Mobilitätskonzept zu berücksichtigen.

Das Mobilitätskonzept – Handlungsfelder und Maßnahmen

Auf Basis der Standortanalyse und der Nutzerprofile definierte VEOMO folgende drei Handlungsfelder mit den zugehörigen Maßnahmen:  

Erweitertes Carsharing-Angebot

Fünf bis zehn Stellplätze der THE SOURCE-Tiefgarage sind zukünftig ausschließlich für Carsharing-Fahrzeuge vorgesehen. Das kann die Häufigkeit der Nutzung positiv beeinflussen. Die Stellplätze werden dabei über ein flexibles Parkraummanagement vergeben.

Beispiellösung des Carsahringanbieters Mikar. Auf dem VEOMO-Marketplace ansehen.

Beispiellösung des Anbieters Payuca. Auf dem VEOMO-Marketplace ansehen.

Beispiellösung des Carsahringanbieters Mikar. Auf dem VEOMO-Marketplace ansehen.

Förderung des Fahrradverkehrs

Menschen, die einen weiten Arbeitsweg zurücklegen müssen, nutzen dafür selten das Fahrrad – nicht zuletzt, weil sie nicht verschwitzt im Büro ankommen möchten. Verschiedene Maßnahmen sollen Fahrradfahrer:innen und denen, die es werden möchten, das Fahrerlebnis so stressfrei wie möglich gestalten:

Im 1. Untergeschoss des Nord-Baus wird ein Sanitärbereich mit vier Duschen und Umkleiden für Damen und Herren gebaut. Auch Spinde mit Ladefunktion für das Verstauen und Unterbringen von E-Bike-Akkus sowie Fahrradausrüstungen werden zur Verfügung gestellt.

Hochwertige Abstellanlagen im Innen- und Außenbereichen gewährleisten, dass Pedelecs, Anhänger, Kinderwägen und Fahrräder sicher abgestellt werden können. Von den insgesamt 90 geplanten Fahrradstellplätzen im Außenbereich und 443 im Fahrradkeller sollen 15 Prozent, also ca. 70 Stück, zudem Lademöglichkeiten bieten. Außerdem stehen 14 Stellplätze für Lastenfahrräder bereit. Sie benötigen aufgrund ihrer Größe extra ausgewiesene Plätze im Außenbereich.

Abgerundet wird das Angebot durch zwei Servicepunkte im Innen- und Außenbereich des ehemaligen Siemensgebäudes, die den Fahrer:innen bei Kleinreparaturen alle nötigen Werkzeuge bereitstellen.

Beispiellösung des Service-Point Anbieters GreinSmartEnergy. Auf dem VEOMO-Marketplace ansehen.

Beispiellösung des Service-Point Anbieters GreinSmartEnergy. Auf dem VEOMO-Marketplace ansehen.

Anbindung an das Scooter- und Bikesharing-Angebot

So praktisch E-Scooter und Sharing-Fahrräder auch sind – häufig stehen sie in der Kritik, weil sie mitunter ungünstig abgestellt werden. Um das zu vermeiden, sind auf dem Office-Campus Stellflächen zum Ausleihen und Abgeben vorgesehen.

Zusätzlich wird durch den VEOMO Mobilitätsmonitor sichergestellt, dass Besucher:innen durch die digitale Übersicht immer genau wissen, welches Verkehrsmittel wo wann abfährt und wie weit sie dafür gehen müssen.

Ob E-Scooter, ÖPNV, Car- und sogar Bikesharing: Der Mobilitätsmonitor informiert direkt an öffentlich zugänglichen Plätzen über alle verfügbaren Mobilitätsdienste in Echtzeit.

Von der Theorie in die Praxis

VEOMO verfolgt den Ansatz jede Maßnahme bis hin zur Umsetzung mitzudenken und zu betreuen. Daher wurde über das eigene Partnernetzwerk direkter Kontakt zu einzelnen Lösungsanbietern hergestellt.

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