Was kostet eine Wallbox?

Gerade mit der Trendwende vom Verbrenner hin zum E-Auto gehört der Ausbau der dazugehörigen Ladeinfrastruktur schon fast immer zum Status quo einer jeden Projektentwicklung.
Gerade neue Vorschriften wie die 2021 auf den Weg gebrachte GEIG machen den Ausbau der Ladeinfrastruktur eher zur Pflicht statt Kür. Auch wenn die Richtlinie lediglich das Bereitstellen der für die Ladeinfrastruktur benötigten Kabelinfrastruktur für neue Projektentwicklungen vorschreibt, sind Bauherren gut daran gelegen, bereits jetzt mit dem Anbringen von Ladestationen zu beginnen. Eine dieser sind beispielsweise Wall-Boxen für die eigene Tiefgarage, um das Laden von E-Autos von Mitarbeitern, Bewohnern oder firmeneignen Carsharing Flotten zu ermöglichen.
Doch was kostet eine Wallbox? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Für die Anschaffung einer Wallbox können Sie von einer Preisspanne von 400 bis 1.500 Euro ausgehen. Dabei hängt der Preis vom Funktionsumfang der Wallbox ab. Dieser ist von unterschiedlichen Parametern abhängig:

  • Steckertyp und Gehäuse: Grundsätzlich überlegen Sie vorab, welchen Steckertyp und welches Gehäuse Sie wählen wollen. Entscheiden Sie dabei, ob Sie Ihre Wallbox im Außen- oder im Innenbereich installieren.
    Vor allem für den Außenbereich muss Ihre Box mit einem wetterfesten Gehäuse ausgestattet sein. So eignet sich Ihre Wallbox auch für die Montage unter einem Carport. Ihren Stecker müssen Sie mit dem Auto abstimmen. Doch keine Sorge, wenn im Nachhinein ein Wechsel Ihres Fahrzeugs bevorsteht, ist es ebenso möglich, über Adapter die bereits installierte Wallbox weiter zu nutzen.

  • Gleichstrom oder Wechselstrom: Ferner entscheiden Sie, ob die Ladung Ihres KFZ per Gleich- oder per Wechselstrom erfolgt. Dabei kann die Umwandlung vom Wechselstrom aus der Leitung zum Gleichstrom, den das Auto benötigt, in der Wallbox oder automatisch im Auto geschehen.

  • Ladeleistung und Ladedauer: Eine weitere Variable ist die Ladeleistung und Ladedauer. Bedenken Sie dabei auch die Batteriekapazität Ihres Auto. Gemäß einer Faustformel dividieren Sie die Ladeleistung der Wallbox durch die Batteriekapazität des Autos und erhalten so die Dauer, die das Auto benötigt, um vollgeladen zu sein.

  • Smart Wallbox: Die Angebotspalette der Wallboxen beinhaltet mittlerweile auch, diese „smart“, also über WLAN, LAN, Mobilfunk oder Bluetooth, mit anderen Geräten zu vernetzen und zu steuern. Dies schafft zahlreiche neue Funktionen wie die automatische Programmierung von Ladezeiten oder das Abrufen diverser Statistiken.

  • Kopplung mit Photovoltaik-Anlage: Um eine besonders umweltfreundliche Variante zu nutzen, koppeln Sie die Wallbox an Ihre Photovoltaik – Anlage. Damit die Wallbox dann auch nachts funktioniert, benötigen Sie eine Wallbox mit Stromspeicheroption. Diese speichert den Strom am Tag, um das Auto auch nachts mit diesem Strom aufladen zu können.

  • Installation und Wartung: Zu den Anschaffungskosten der Wallbox kommen die Kosten für Installation und Wartung hinzu. Beauftragen Sie für die Installation einen Fachmann. Je nach Montageaufwand, der bereits den Anschluss an das Stromnetz sowie die Programmierung umfasst, liegen die Kosten hierfür meist zwischen 400 und 2.300 Euro.

Einmal installiert, ist es empfehlenswert, die Wallbox regelmäßig alle 2 bis 4 Jahre warten zu lassen. Die Kosten pro Wartung liegen bei rund 200 Euro.
Achtung: Eine Wallbox mit einer Leistung von mehr als 11kW bedarf einer besonderen Genehmigung. Die Kosten hierfür betragen zwischen 500 und 2.000 Euro.
Über Fördermaßnahmen gab es zunächst die Möglichkeit, Zuschüsse in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt zu beantragen. Dieser Fördertopf ist gegenwärtig jedoch leer.

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